Was ist ein "Moftie"
Der "Moftie" ist laut zweier deutscher Autoren, die mir schon wieder entfallen sind und zu wenig wichtig, als dass ich jetzt viel Zeit mit Recherche verbringen wollte, ein Sinnbild des modernen Mannes (I love Genitiv). Sozusagen ein Konglomerat aus Macho und Softie.
Auch wenn ich mit den platten Aussagen, die es auf amazon dazu zu lesen gab, nicht viel anfangen kann: Es hat mich daran erinnert, dass ich selbst mal daran gedacht habe, das zu thematisieren. Anlass war ein sonniger Wintervormittag, an dem ich am Parkplatz des örtlichen Schnellimbiss-Restaurants in meinem Auto mit meinem Burger saß, "Crazy Little Thing Called Love" hörte und eine Runde heulte: Ich war am Vorabend zum ersten Mal Vater geworden.
Das war für mich einer der Höhepunkte in meinem Leben als sogenannter "moderner Mann".
Damals fiel mir auf: Es gibt erschöpfend Literatur, Kurse und gutgemeinte Ratschläge für die werdende Mutter - der werdende Vater wird dabei aber mehr oder weniger konsequent ausgeblendet. Er kommt höchstens als Taktgeber beim Hecheln oder stolzglücklich strahlender, aber nicht näher definierter "Papi" vor.
Dabei wird Mann mit seinem neu gelebten (und bitteschön erwarteten) Engagement schlichtweg allein gelasssen auf weiter Flur. Es hat niemand sich bemüßigt gefühlt, mich darauf vorzubereiten, wie es denn sein würde, "Vater" zu sein.
Dieser Teil der "Erziehungskultur" scheint in unserer Gesellschaft nicht mehr vorhanden zu sein. Wo bekommt man heute vorgelebt, was es heißt, "Mann" zu sein?
Natürlich sind wir selbst ein Teil des Problems - erweisen wir uns doch in vielen Dingen als ziemlich "beratungsresistent". Dazu müsste man ja jemandem anderen als sich selbst als kompetent in Sachen "Mein Leben" anerkennen. (Wobei die eigene Kompetenz oft nur eine behauptete ist, aber wer gibt das schon zu, dass er in Wahrheit keine Ahnung hat, wieso er was wann tut....).
Ob jetzt nur mein Leben oder aber eine ganze Zeit im Umbruch ist: Die Anforderungen werden immer vielfältiger. Nur wer es schafft, "Schaf" und "Wolf" in einem zu sein, hat Bestand.
Auch wenn ich mit den platten Aussagen, die es auf amazon dazu zu lesen gab, nicht viel anfangen kann: Es hat mich daran erinnert, dass ich selbst mal daran gedacht habe, das zu thematisieren. Anlass war ein sonniger Wintervormittag, an dem ich am Parkplatz des örtlichen Schnellimbiss-Restaurants in meinem Auto mit meinem Burger saß, "Crazy Little Thing Called Love" hörte und eine Runde heulte: Ich war am Vorabend zum ersten Mal Vater geworden.
Das war für mich einer der Höhepunkte in meinem Leben als sogenannter "moderner Mann".
Damals fiel mir auf: Es gibt erschöpfend Literatur, Kurse und gutgemeinte Ratschläge für die werdende Mutter - der werdende Vater wird dabei aber mehr oder weniger konsequent ausgeblendet. Er kommt höchstens als Taktgeber beim Hecheln oder stolzglücklich strahlender, aber nicht näher definierter "Papi" vor.
Dabei wird Mann mit seinem neu gelebten (und bitteschön erwarteten) Engagement schlichtweg allein gelasssen auf weiter Flur. Es hat niemand sich bemüßigt gefühlt, mich darauf vorzubereiten, wie es denn sein würde, "Vater" zu sein.
Dieser Teil der "Erziehungskultur" scheint in unserer Gesellschaft nicht mehr vorhanden zu sein. Wo bekommt man heute vorgelebt, was es heißt, "Mann" zu sein?
Natürlich sind wir selbst ein Teil des Problems - erweisen wir uns doch in vielen Dingen als ziemlich "beratungsresistent". Dazu müsste man ja jemandem anderen als sich selbst als kompetent in Sachen "Mein Leben" anerkennen. (Wobei die eigene Kompetenz oft nur eine behauptete ist, aber wer gibt das schon zu, dass er in Wahrheit keine Ahnung hat, wieso er was wann tut....).
Ob jetzt nur mein Leben oder aber eine ganze Zeit im Umbruch ist: Die Anforderungen werden immer vielfältiger. Nur wer es schafft, "Schaf" und "Wolf" in einem zu sein, hat Bestand.
Geschrieben: 18. Aug, 17:57, geändert: 18. Aug, 19:26




