Wahr-Nehmen
Wir neigen dazu, das, was wir sehen, als wahr anzunehmen. (Darauf beruht im Grunde ja auch die Wirkung der Zauberei...)
So sind das Erkennen und das Wahrnehmen artverwandt, allerdings sollten sie keinesfalls miteinander verwechselt werden: Einer echten Erkenntnis geht zumeist eine Änderung der Wahrnehmung voraus.
Eine einfache Visualisierung dieses Ansatzes habe ich anlässlich des Wechselspiels hier wiederentdeckt: Erst wenn sich die Betrachtungsebene von der Schärfeebene trennt, der Blick gedanklich in die Ferne schweift und dabei auf das Nahe fokussiert bleibt, stellt sich Erkenntnis ein. (Lösung:"saber")
Wie sehr das Erkennen von den Grenzen unserer Wahrnehmung beschränkt werden kann, zeigt ein weiterer Effekt: Ein Berg in einiger Entfernung wirkt immer flächig. Wir könnten eine riesige Holzplatte, beklebt mit einer Fototapete, nicht von einem echten Berg unterscheiden.

Das liegt am ungleichen Verhältnis der Entfernung des Berges zum Abstand unserer Augen: der Unterschied zwischen links und rechts ist schlicht zu gering, um in unserem Hirn Raum entstehen zu lassen.
Was aber, wenn wir über uns hinauswachsen? Mit technischen Hilfsmitteln kann ich mich zum Wahrnehmungs-Riesen machen, wäre ich einen dreiviertel Kilometer groß, sähe ich den Berg so:

Rot-Grün-Brille erforderlich, eventuell Seiten tauschen. Effekt bei verlinktem großem Bild noch besser!
Erkenntnis für heute: "Es heißt wahrnehmen, weil du es für wahr nimmst, nicht weil es wahr ist!"
So sind das Erkennen und das Wahrnehmen artverwandt, allerdings sollten sie keinesfalls miteinander verwechselt werden: Einer echten Erkenntnis geht zumeist eine Änderung der Wahrnehmung voraus.
Eine einfache Visualisierung dieses Ansatzes habe ich anlässlich des Wechselspiels hier wiederentdeckt: Erst wenn sich die Betrachtungsebene von der Schärfeebene trennt, der Blick gedanklich in die Ferne schweift und dabei auf das Nahe fokussiert bleibt, stellt sich Erkenntnis ein. (Lösung:"saber")
Wie sehr das Erkennen von den Grenzen unserer Wahrnehmung beschränkt werden kann, zeigt ein weiterer Effekt: Ein Berg in einiger Entfernung wirkt immer flächig. Wir könnten eine riesige Holzplatte, beklebt mit einer Fototapete, nicht von einem echten Berg unterscheiden.
Das liegt am ungleichen Verhältnis der Entfernung des Berges zum Abstand unserer Augen: der Unterschied zwischen links und rechts ist schlicht zu gering, um in unserem Hirn Raum entstehen zu lassen.
Was aber, wenn wir über uns hinauswachsen? Mit technischen Hilfsmitteln kann ich mich zum Wahrnehmungs-Riesen machen, wäre ich einen dreiviertel Kilometer groß, sähe ich den Berg so:

Rot-Grün-Brille erforderlich, eventuell Seiten tauschen. Effekt bei verlinktem großem Bild noch besser!
Erkenntnis für heute: "Es heißt wahrnehmen, weil du es für wahr nimmst, nicht weil es wahr ist!"
Geschrieben: 6. Nov, 08:44, geändert: 6. Nov, 09:49




